Besuch der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe in Frankenberg

Frankenberg(pm). Die SPD-Landtagesabgeordnete und gesundheitspolitische Sprecherin Dr. Daniela Sommer hat gemeinsam mit Iris Ruhwedel, stellvertretende Kreistagsvorsitzende und Aufsichtsratsmitglied des Krankenhauses, dem SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Hendrik Klinge sowie der ehemaligen Pflegeschulleiterin in Korbach, Ruth Piro-Klein, die Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe in Frankenberg besucht. Ziel des Besuchs war es, sich vor Ort ein Bild von der Arbeit, den Strukturen und den aktuellen Entwicklungen zu machen sowie den direkten Austausch mit der Klinikleitung und den Mitarbeitenden zu suchen. Zu Beginn fand ein Gespräch mit der Geschäftsführerin des Krankenhauses in Frankenberg, Anne Bülling, statt. Ein Austausch in Frankenberg mit verschiedenen Themen wie die zukünftige strategische Ausrichtung im Fusionsprozess, die Weiterentwicklung der medizinischen Angebote sowie die Bedeutung von gut ausgebildetem und ausreichendem Personal. Im Anschluss besuchte die Delegation die Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe, verschiedene Stationen, die onkologische Ambulanz sowie den Kreißsaal. Empfangen wurden die Gäste von Gabriele Schalk, leitende Oberärztin und kommissarische Leitung der Klinik, gemeinsam mit einem Teil ihres Teams.


In der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe legen Ärztinnen, Pflegekräfte und Hebammen besonderen Wert auf eine individuelle und ganzheitliche Betreuung der Patientinnen. Die Klinik ist modern ausgestattet und wendet aktuelle Diagnostik- und Therapieverfahren an. Das Leistungsspektrum reicht von der gynäkologischen Medizin, Onkologie über ambulante Operationen bis hin zur Geburtshilfe. In den modernen Kreißsälen werden jährlich bis zu 600 Geburten betreut. Die Zahl in 2025 war allerdings – insbesondere durch den Brand im Krankenhaus – etwas niedriger als im Vorjahr. Gemeinsam mit dem Standort in Korbach erhalten werdende Eltern und Familien hier auch weiterhin künftig eine optimale Betreuung. Die gynäkologische Onkologie umfasst sowohl operative Eingriffe als auch Chemotherapien. Im Rahmen des Brustzentrums Regio kooperiert das Krankenhaus eng mit dem Universitätsklinikum Marburg bei der Behandlung allen gynäkologischen Karzinomen. Ergänzt wird das Angebot durch eine Kolposkopie-Sprechstunde. Am Standort Frankenberg ist zudem die Schutzambulanz mit Soforthilfe nach Vergewaltigung angesiedelt – die erste Einrichtung dieser Art, die seinerzeit in Hessen geschaffen wurde.


Eine besondere Rolle spielen die Hebammen: „Keine Geburt ohne Hebamme“ ist hier gelebte Praxis. Der Kreißsaal in Frankenberg ist hebammengeführt, die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Ärztinnen, Ärzten und Pflegekräften funktioniert auf hohem Niveau. Die kommissarische Leitung, Oberärztin Gabriele Schalk betonte beim Rundgang: „Unser Anspruch ist es, Frauen in allen Lebensphasen medizinisch kompetent, menschlich zugewandt und individuell zu begleiten. Das gelingt nur im Team – und darauf bin ich sehr stolz. Die enge Zusammenarbeit aller Berufsgruppen ist unsere große Stärke.“ Geschäftsführerin Anne Bülling hob die Bedeutung der Mitarbeitenden hervor: „Eine moderne Ausstattung und ein breites Leistungsspektrum sind wichtig, aber entscheidend sind die Menschen, die hier arbeiten. Wir investieren bewusst in die Weiterentwicklung des Standortes und in den Personalaufbau, um auch künftig eine Versorgung auf höchstem Niveau sicherzustellen.“